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So komplex und vielschichtig wie sein gestalterisches Werk sind auch die bisherigen Betätigungsfelder des Technikers, Musikers, Tänzers und Bildenden Künstlers, Als Anfang der 60er Jahre erstmals die einzelnen künstlerischen Disziplinen in Austausch zueinander traten, als interaktive
Objekte entstanden, da entwickelte Peter Vogel parallel zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Hirnforscher sein künstlerisches Werk, Der ehemalige Choreograph an einer Studentenbühne hatte auch als Marionettenspieler schon früh gelernt, die Fäden in der Hand zu halten und Figuren zu lenken, Das schlägt sich in Skizzen genauso wie in Objekten nieder - der Physiker inspiriert den Künstler, Der Naturwissenschaftler Peter Vogel fragt nach der DarsteIlbarkeit von Bewegung, der Künstler Peter Vogel integriert sie ins Kunstwerk!
Mit seinem Schaffen bewegt sich Peter Vogel in den Grenzbereichen von Kunst, Philosophie und Neurophysiologie und demonstriert mit seinen interaktiven Werken, dass Kunst viel mehr ist, als es auf den ersten Blick scheint, Interaktion ist die zentrale Absicht des Künstlers, der Betrachter wird zum Teilnehmer, zum Mitspieler, der das Werk durch seine Impulse zum Leben erwecken kann, "Die klassische Auffassung geht davon aus, dass man das Kunstwerk verpackt in den Keller stellen kann '" Für mich wird ein Kunstwerk erst zum Kunstwerk, wenn es rezipiert wird,"
An die Ausstellungsbesucher gerichtet bedeutet seine Aussage schlicht und einfach, dass ihre Experimentierfreude und ihr Spieltrieb gefragt sind - Anschauen allein genügt nicht! Die Ouintessenz der Beziehung zwischen Betrachter und Kunstwerk bei dieser Ausstellung hat Museumsdirektor Jochen Ludwig trefflich auf den Punkt gebracht: "Das ist - vielleicht - die eigentliche Bedeutung im Werk von Peter Vogel: Dass es unwiderstehlich ist, dass man nicht vorbeigehen kann in kennerhafter Attitüde, Und dass man, soviel man auch zu wissen glaubt über seine Kunst, sie staunend immer wieder neu erlebt"

Georg Glesebrecht

 

 

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